Lund (Schweden), Schuljahr 2023/24
Im Rahmen unserer Schule hatten wir die großartige Gelegenheit, ein Auslandspraktikum in Lund zu absolvieren. Unser Praktikum fand bei Hemköp, einer führenden Supermarktkette in Schweden, statt. Während unserer Zeit in Lund hatten wir jedoch auch die Möglichkeit, einige Freizeitaktivitäten zu genießen, darunter Besuche in Kopenhagen und Lomma. In diesem Bericht möchten wir unsere Erfahrungen während unseres Auslandspraktikums und unserer Freizeitaktivitäten teilen.
Unser Praktikum bei Hemköp war eine bemerkenswerte Erfahrung. Das Unternehmen legt großen Wert auf Effizienz und Kundenservice, und wir konnten wertvolle Einblicke in die schwedische Arbeitskultur gewinnen. Die Mitarbeiter waren äußerst freundlich und hilfsbereit, und wir fühlten uns schnell in das Team integriert. Während unseres Praktikums hatte wir die Möglichkeit, verschiedene Aufgaben zu übernehmen, darunter das Auffüllen der Regale, die Kundenbetreuung und die Kassenabwicklung. Diese abwechslungsreichen Aufgaben haben uns geholfen, unsere organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Lund und seine Umgebung
Lund ist eine charmante Stadt im Süden Schwedens, die für ihre renommierte Universität und ihre historische Architektur bekannt ist. Die Stadt bietet eine angenehme Mischung aus modernen Annehmlichkeiten und traditionellem Flair. Während unseres Aufenthalts hatten wir die Möglichkeit, die wunderschöne Altstadt zu erkunden, durch die gepflasterten Straßen zu schlendern und die historischen Gebäude zu bewundern.
Ausflug nach Kopenhagen
Da Lund nur eine kurze Zugfahrt von Kopenhagen entfernt liegt, nutzten wir die Gelegenheit, die dänische Hauptstadt zu besuchen. Kopenhagen ist eine lebendige und kulturell reiche Stadt mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Wir haben den berühmten Nyhavn-Hafen besucht, wo wir die bunten Häuser bewundert und lokale Köstlichkeiten in den Restaurants genossen haben. Der Besuch des Tivoli-Vergnügungsparks war ebenfalls ein Highlight unserer Reise. Kopenhagen hat eine einladende Atmosphäre und wir haben die Zeit dort sehr genossen.
Entspannung in Lomma
Ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthalts in Schweden war ein Ausflug nach Lomma, einer idyllischen Küstenstadt in der Nähe von Lund. Lomma ist für seine schönen Strände und seine ruhige Umgebung bekannt. Wir verbrachten einen entspannten Tag am Strand, genossen das klare Wasser und die malerische Aussicht. Es war eine perfekte Gelegenheit, uns zu erholen und die natürliche Schönheit Schwedens zu genießen.



Fazit
Unser Auslandspraktikum in Lund, Schweden, war eine unvergessliche Erfahrung. Das Praktikum beim Hemköp ermöglichte uns einen tiefen Einblick in die schwedische Arbeitskultur und half uns, unsere beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Neben unserer Arbeit hatten wir die Möglichkeit, Lund, Kopenhagen und Lomma zu erkunden und das Beste aus unserer Zeit in Schweden herauszuholen. Wir sind dankbar für die wertvollen Erfahrungen, die großzügige Unterstützung des Erasmus Programms und die wunderbaren Erinnerungen, die wir während unseres Aufenthalts gesammelt haben.
Dora und Annemiek
Talavera de la Reina (Spanien), Schuljahr 2022/23
Da wir im internationalen Wirtschaftszweig sind und Spanisch als Unterrichtsfach haben, schien es uns sehr sinnvoll, ein Auslandspraktikum in Spanien zu absolvieren.
Wir waren vom 16.04. bis 06.05.2023 in Talavera de la Reina. Es ist eine sehr kleine Stadt, fast schon ein Dorf, welches jedoch wirklich schön und einheimisch ist. Es gibt einen Fluss, welcher anschauliche Naturgebiete durchfließt und auch ein Stadtzentrum mit vielen verschiedenen Läden.
Wir teilten uns zu zweit eine kleine Wohnung und waren in zwei verschiedenen Schulen im Einsatz. Meine Praktikumsstelle (Jan) war glücklicherweise nur fünf Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt. Ich war auf einer Sprachschule, welche nicht wie eine gewöhnliche Schule war. Meine Arbeitszeiten waren von 9:00 bis 14:00 Uhr oder von 16:00 bis 21:40 Uhr, dies konnte ich mir selber aussuchen. Wenn ich morgens gekommen bin, habe ich im Sekretariat ausgeholfen und nachmittags bei Unterrichtsstunden zugesehen.
Der Unterricht fand meistens am Nachmittag statt und ist freiwillig. Es ist eine eher kleine Schule, da dort nur Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Portugiesisch unterrichtet wird. Die Leute dort waren sehr nett und haben immer nachgefragt, ob ich etwas benötige.
Meine Schule (Eser) war eingeteilt in eine Secundaria und Primaria, was vergleichbar ist mit einer Grund- und Mittelschule. Die Kinder und Jugendlichen waren zwischen 6 und 16 Jahre alt. Ein alltäglicher Schultag fing um 8:30 Uhr an und ging bis um 13:35 Uhr.
Die Schule „Cristóbal Colón“ ist sehr zentral in der Stadt gelegen. Ich hatte täglich ca. 30 Minuten Fußweg zur Schule. Dies war aber keinesfalls negativ, da ich durch den täglichen Weg in die Schule die Stadt immer besser kennenlernte und somit nach einer geringen Zeit auch eine Orientierung in der Stadt allgemein hatte.
Meistens durfte ich im Unterricht zuschauen, ich hatte auch die Möglichkeit den Unterricht mit meinen eigenen Ideen mitzugestalten. In den Pausen habe ich mich mit den Schülern unterhalten, weshalb sich durch die Kommunikation auch mein Spanisch verbessert hat. Die Lehrer und die Schüler waren alle sehr nett und freundlich, der Austausch allgemein hat meine Sicht auf Europa um einiges erweitert und bereichert.
Nach der Schule konnte man schwimmen gehen, Fußball spielen oder in die Stadt gehen.
Glücklicherweise hatten wir immer gutes Wetter, durchschnittlich waren es 25 Grad.
Da Madrid nur ca. eine Stunde von Talavera entfernt ist, hat die Deutsch-Lehrerin von der Sprachschule mit der ganzen Deutsch-Klasse für uns einen Ausflug nach Madrid geplant und wir sind zusammen mit dem Bus nach Madrid gefahren, was ein wirklicher schöner Ausflug war. Wir haben uns auch spontan dazu entschieden, ein Spiel von Real Madrid anzuschauen, was auch ein Erlebnis für sich war.
Allgemein hat es uns sehr gefallen und wir können sagen, dass Spanien beziehungsweise Talavera de la Reina sehr empfehlenswert ist und eine schöne Atmosphäre hat.
Jan K. und Eser Y.
Helsinki (Finnland), Schuljahr 2018/19
„Traveling – it leaves you speechless, then turns you into a storyteller.“ – Ibn Battuta
Was meine Geschichte betrifft, lasst uns am besten gleich loslegen…
Es ist der 24. März 2019, 8:30 Uhr und ich sitze voller Aufregung im Flugzeug auf dem Weg nach Helsinki. Die Hauptstadt von Finnland wird für die nächsten drei Wochen nicht nur mein Zuhause, sondern auch mein Arbeitsplatz sein.
Hier schwirren dann wiederholt die ganzen Fragen im meinem Kopf herum: Was ist das für ein Ort? Wie leben die Menschen dort? Wie wird mein Praktikum sein? Werde ich mich dort wohl fühlen? Ich glaube, die meisten können sich vorstellen, wie sich eine Mischung aus Freude und Aufregung zugleich anfühlt.
Meine Mitschülerin und ich wurden von unserem Betreuer, Seppo, am Flughafen in Empfang genommen. Er begleitete uns zu unserem Apartment im Stadtteil Haaga und zeigte uns ebenso die Umgebung. Schon gleich beim ersten Mal Einkaufen, wurden wir mit dem finnischen Alltag konfrontiert.
Für die drei Wochen wurden wir in einem Apartment eines Studentenwohnheims untergebracht. Die Wohnung verfügte über drei Einzelzimmer, ausgestattet mit je einem Bett, Schrank und Schreibtisch. Jede von uns bekam ihr eigenes Zimmer. Die Küche mit Essbereich, Toilette, Dusche sowie einen kleinen Balkon teilten wir uns gemeinschaftlich mit einer finnischen Studentin im Alter von 25 Jahren. Das Haus war nur circa 5 Minuten von der Bushaltestelle und 10 Minuten von der Railway-Station entfernt. Mit beiden Verkehrsmitteln war es möglich, in kurzer Zeit das City Center, sowie außerhalb liegende Orte zu besuchen.
Direkt am nächsten Tag wurden wir morgens von Seppo abgeholt und nutzen die Train, um in die Innenstadt zu fahren. Zusammen kauften wir eine Monatskarte, sodass wir alle Verkehrsmittel ohne Probleme nutzen konnten. Seppo erklärte uns das öffentliche Verkehrsnetz, was im Gegensatz zu München viel leichter zu verstehen ist. Er führte uns ein wenig durch die Stadt, sodass wir erstmal einen groben Überblick bekamen. Hier zeigte er uns den Dom zu Helsinki, die Temppeliaukio-Kirche, die Kamppi-Kapelle und die Uspenski-Kathedrale. Bei einem Spaziergang am Meer schauten wir uns auch den naheliegenden Markt, sowie die älteste Markthalle Vanha Kauppahalli an. Auf Empfehlung fuhren wir an einem anderen Tag auf die Insel Suomenlinna, welche wir dann im Alleingang erkundeten.
Nach der Stadtbesichtigung und vielen neuen Eindrücken fuhren wir zu unserem Praktikumsplatz. Dort stellten wir uns unserem neuen Chef Markko vor und trafen direkt Absprachen zu Arbeitszeiten, Arbeitskleidung und Verträgen. Er gab uns den ersten Tag frei, damit wir noch die Möglichkeit hatten, die Stadt sowie die Schule, an der unser Betreuer arbeitet, anzuschauen. In der Schule hatten wir dann auch die Möglichkeit, etwas zu essen, was die Schüler*innen dort selbst zubereiten. Seppo zeigte uns auch den Campus der Schule und seinen Arbeitsplatz. Anschließend beschlossen meine Mitschülerin und ich noch ein wenig selbst in der Stadt zu bummeln und setzten uns schließlich noch in ein Café um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.



Mein Praktikumsplatz befand sich in einer Intersportfiliale innerhalb des zentralen Einkaufszentrums Forums. Intersport ist die größte, mittelständische Verbundgruppe im weltweiten Sportfachhandel. Insgesamt sind 5.800 Standorte in 65 Ländern zusammengefasst. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und auch die Sprachbarriere stellte kein Problem dar, da in Finnland sehr gutes Englisch gesprochen wird. Das Arbeitsklima ist sehr entspannt und alle sprechen sich gegenseitig mit dem Vornamen an. Da sich der Store über zwei Stockwerke ausdehnt, wird dort jede mögliche Hilfe gern gesehen. Meine Mitschülerin und ich waren nicht die einzigen Praktikanten, denn abwechselnd waren auch noch einige finnische Praktikanten aktiv. Unsere Aufgaben waren überwiegend das Auspacken, Sichern und Aufhängen der Ware. Eine weitere wichtige Aufgabe bestand darin, hilfesuchenden Kunden auf Englisch Auskünfte zu bestimmten Artikeln zu geben. Dass ich eben nicht aus Finnland komme und auch kein Finnisch spreche, konnten Kunden jedoch nicht wissen. So begleitete mich dieser eine Satz: „I’m sorry. Can you say it in English, please?“ durch meine ganzen drei Wochen. Nach einer gewissen Zeit, in der wir uns schon mit vielen Aufgabenbereichen vertraut gemacht hatten, durften wir selbstbestimmter und freier arbeiten. Dies war beispielsweise bestimmte Warenausstellungsbereiche nach eigenem Geschmack neu zu gestalten.
Die Finnen genießen den Moment der Stille. Sie sind nicht besonders gut in Smalltalk, aber ein stiller Moment in einem Gespräch gilt nicht als unangenehm. Diese Stille bedeutet lediglich, dass man sich gerade nichts Bedeutendes zu sagen hat und auch kein Bedürfnis besteht, Gesprächslücken mit Geschwätz zu füllen. Finnen sind sehr aufrichtig und sie meinen das was sie sagen. Diese Wesensart ist mir einmal besonders aufgefallen: Durch unseren Betreuer lernten wir gleichaltrige, finnische Schülerinnen kennen, mit denen wir uns mehrmals trafen. Als diese nach dem ersten Treffen sagten, sie würden gerne mal wieder etwas mit uns unternehmen, hätte ich nicht gedacht, dass sie gleich am selben Abend noch ein Treffen planen und uns zu sich nach Hause einladen. Als wir bei ihnen zu Hause waren, haben wir sie auch wirklich so kennengelernt, wie sie wirklich sind, denn Finnen verstellen sich nicht, auch wenn sie eher ruhig und schüchtern sind.
Durch mein 3-wöchiges Auslandspraktikum in Helsinki erlernte ich zahlreiche neue Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Flexibilität. Hauptsächlich hat sich meine Eigenständigkeit verbessert, da ich mit meiner Mitschülerin einen eigenen Haushalt führte und alle Termine selbständig planen musste. Doch neben den neu erlernten Kompetenzen habe ich Erfahrungen gesammelt, die ich nie vergessen werde. Ich habe die finnische Kultur und die dort lebenden Menschen kennengelernt, wovon ich schon ein paar in kurzer Zeit zu meinen Freunden zählen konnte. Es war eine einmalige Gelegenheit in diesem Umfang, sowohl persönlich, als auch in beruflicher Hinsicht, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Mit 17 Jahren schon so eine Möglichkeit zu bekommen, ist ein einmaliges Erlebnis, wofür ich sehr dankbar bin.
Johanna S.
Sønderborg I (Dänemark), Schuljahr 2023/24
Wenn sich drei Wochen wie drei Tage anfühlen –
Unser Auslandspraktikum in Sønderborg
„Reisen ist immer noch die intensivste Form des Lernens“ ~ Kevin Kelly
Ankunft, Unterkunft und Aktivitäten
Nachdem wir über 10 Stunden mit dem Zug gefahren sind, kamen wir mit großer Vorfreude und Aufregung in Flensburg an. Hier wurden wir von unseren beiden Betreuern abgeholt und in die dänische Kleinstadt Sønderborg an der Grenze zu Deutschland gebracht. Zur Begrüßung wurden wir in ein italienisches Restaurant eingeladen und verstanden uns mit unseren Betreuern schon perfekt. Danach wurden wir zu unserer Unterkunft gefahren.
Für die drei Wochen waren wir in einem Studentenwohnheim untergebracht. Jeder von uns hatte ein eigenes Zimmer, welches mit Bett, Schreibtisch, Schrank und einem eigenen Bad ausgestattet war. Jeden Tag konnten wir unser Frühstück und Abendessen am Büffet in der Mensa genießen. Das Studentenwohnheim war mit einem Fitnessraum, Waschraum, Kino, Fußballplatz und verschiedenen Freizeiträumen ausgestattet und nur 10 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. Durch das kostenlose WLAN und das deutsch sprechende Personal war es die perfekte Unterkunft.
Unsere Betreuer wollten, dass wir so viele neue Erfahrungen wie möglich sammelten und zeigten uns deshalb ein dänisches Gymnasium und eine Partnerschule, von denen wir in Deutschland, aufgrund der starken Digitalisierung noch viel lernen können. Des Weiteren kochten wir zusammen und unsere beiden Ansprechpartner stellten uns Fahrräder zur Verfügung, um das Gebiet in Sønderborg und Umgebung zu erkunden. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung hatten wir die Möglichkeit ein Wochenende mit Übernachtung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu verbringen. An einem anderen Tag statteten wir Flensburg einen Tagesausflug ab und waren begeistert von beiden Städten. Die Strandpromenade und die verschiedenen traditionellen Läden boten auch in Sønderborg zum Verweilen ein und ließen keinen Tag langweilig werden.





Praktikum in der Tourismuszentrale „Visit Sønderborg“
Die Tourismuszentrale befand sich mitten in der Haupteinkaufsstraße in Sønderborg und durch meine freundlichen und deutschsprechenden Mitarbeiterinnen habe ich jeden Tag genossen. Meine Aufgaben waren die Beratung von Kunden, das Übersetzen der offiziellen Website und die Erstellung einer interessanten Schatzjagd durch Sønderborg. Da ich nur 4,5 Stunden am Tag arbeiten musste und jeder Tag unterschiedlich war, kann ich nur Positives über meine Praktikumsstelle erzählen.
Praktikum im Geschichtszentrum „Dybbøl Banke“
Das Geschichtszentrum erzählte die Geschichte des Krieges von 1864, indem sich Preußen und Dänemark gegenüberstanden. Ohne dieses Ereignis wäre Deutschland heute nicht so wie wir es kennen und deshalb können auch viele Menschen in Süddänemark Deutsch sprechen. Meine Aufgaben waren größtenteils in der Verwaltung, wo ich die offizielle Website ins Deutsche übersetzte und neue Broschüren erstellte. Alles in allem war es eine gelungene Erfahrung, nur leider zu kurz.
Fazit
Durch unser 3-wöchiges Auslandspraktikum in Dänemark konnten wir unsere Selbstständigkeit und unsere Englischkenntnisse vertiefen. Wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt, die uns im späteren Leben wichtig sein werden. Wir schätzten die Gastfreundlichkeit und das allgemeine Gefühl von Wohlbefinden in Dänemark sehr, da die Dänen ihrem Ruf nach Herzlichkeit gerecht wurden und man sich wie zuhause fühlte. Langeweile war ein Fremdwort, denn es gab immer etwas zu sehen oder zu erkunden. Wir können nur positive Dinge über Dänemark sagen, außer vielleicht die teuren Preise, doch ansonsten vergingen die 3 Wochen wie im Flug und wir sind sehr dankbar, dass wir in diesem Alter schon diese Möglichkeit bekommen haben, denn wir werden nie vergessen, was wir erlebt haben.
Simon P. & Hannah L.
Sønderborg II (Dänemark), Schuljahr 2025/26
Am 13. April 2026 begann mein Auslandspraktikum in Sønderborg, einer malerischen Stadt im Süden Dänemarks. Die Anreise erfolgte mit dem Zug, und bereits bei meiner Ankunft war die bekannte dänische Freundlichkeit deutlich spürbar.
Die Unterkunft in einem Studentenwohnheim bot alles, was man braucht: ein eigenes Zimmer, Verpflegung sowie Freizeitangebote wie ein Fitnessstudio und Gemeinschaftsräume. Mit dem Fahrrad, das mir am ersten Arbeitstag zur Verfügung gestellt wurde, war das Schloss in wenigen Minuten erreichbar, was meinen Alltag sehr angenehm machte.
Meine Praktikumsstelle war das historische Sønderborg Schloss, eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen Dänemarks mit über 900-jähriger Geschichte. Meine Aufgaben waren vielfältig: In der ersten Woche lernte ich das Schloss und seine Abläufe kennen, insbesondere im Ticketverkauf und im Café. Dort bereitete ich Speisen zu, übernahm Reinigungsarbeiten und unterstützte den Service. Zusätzlich erhielt ich von meiner Vorgesetzten Arbeitsaufträge, für die ich eigenständig Recherchen durchführte.
In der zweiten Woche bereitete ich einen Fragebogen auf Deutsch und Englisch vor, mit dem ich Besucher aktiv zu Themen wie dem Museumsshop, dem Kundenservice und dem Preis-Leistungs-Verhältnis befragte – auch außerhalb des Museums. Als Anreiz erhielten die Besucher nach dem Ausfüllen einen Gutschein für ein kostenloses Getränk im Café. Diese Aufgabe forderte mich sowohl sprachlich als auch im Umgang mit fremden Menschen.
In der dritten Woche begleitete ich meine Vorgesetzte zum Ziegeleimuseum Cathrinesminde, für das sie ebenfalls verantwortlich ist. Da das Museum von Oktober bis Mai geschlossen ist, bereiteten wir gemeinsam den Museumsshop und die Ausstellungsräume für die neue Saison vor. Am Ende der Woche präsentierte ich meinen Arbeitsvertrag und stellte dessen wichtigste Inhalte vor.
Neben dem Praktikum erkundete ich Sønderborg und die umliegende Region ausgiebig. Fahrradtouren entlang der Küste, kleinere Ausflüge in die Stadt sowie der Besuch des Ziegeleimuseums machten meine Freizeit abwechslungsreich und erweiterten mein Verständnis für Dänemark und seine Kultur.
Die drei Wochen meines Auslandspraktikums in Sønderborg haben mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickelt. Ich habe gelernt, selbstständig zu arbeiten, auf Menschen aus verschiedenen Kulturen einzugehen und Aufgaben eigenverantwortlich zu erledigen. Besonders beeindruckt hat mich die dänische Arbeitskultur, die von Offenheit, Freundlichkeit und flachen Hierarchien geprägt ist.
Rückblickend bin ich sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, und ich bin mir sicher, dass ich die Eindrücke und Erlebnisse dieser Zeit noch lange in Erinnerung behalten werde.
Viviane S.
Thessaloniki (Griechenland), Schuljahr 2023/24
Ankunft, Unterkunft und Aktivitäten
Meine Ankunft in Thessaloniki verlief reibungslos, da ich nur eine kurze Flugzeit von zwei Stunden hatte. Nachdem ich am Flughafen angekommen war, buchte ich ein Taxi, das mich direkt zu meiner Unterkunft brachte. Für die dreiwöchige Dauer meines Aufenthalts wurde ich in einer Ferienwohnung untergebracht, und ich hatte das Glück, eine sehr zufriedenstellende Unterkunft zu bekommen. Die Wohnung bot alles, was ich brauchte, darunter ein bequemes Bett, eine Küche, ein Badezimmer, ein Esszimmer, einen Balkon und sogar Haushaltsgeräte wie ein Bügeleisen, einen Staubsauger, einen Föhn und WLAN. Die Hausbesitzerin, Katarina, war sehr nett und stand mir jederzeit für Fragen zur Verfügung. Dadurch konnte ich mich schnell einleben und fühlte mich beinahe wie zu Hause. Die Umgebung war sehr ruhig und in der Nähe gab es viele Cafés, Bäckereien und Supermärkte. Nach einem kurzen 10-minütigen Spaziergang erreichte ich bereits die Promenade mit Blick auf das Meer bzw. den Hafen, die mich direkt ins Stadtzentrum führte. Es gab auch gute Busverbindungen, die es einfach machten, sich in der Stadt fortzubewegen.
Während meines Aufenthalts in Thessaloniki unternahm ich verschiedene Ausflüge und Aktivitäten, zuerst einmal ein Besuch in die Einkaufsstraße in der Innenstadt von Thessaloniki. Dort gab es eine Vielzahl von Geschäften, Boutiquen und Restaurants, in denen ich das lebendige Treiben der Stadt erleben konnte. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war der Besuch des Fernsehturms, der einen atemberaubenden 365° Panoramablick auf die gesamte Stadt bot. Von dort oben konnte ich die beeindruckende Skyline von Thessaloniki bewundern. Besonders beeindruckend war die Aussicht auf den Weißen Turm, der sich in unmittelbarer Nähe befand.
Ein weiteres Highlight meines Aufenthalts war der Besuch des Archäologischen Museums von Thessaloniki. Dieses Museum beherbergt eine faszinierende Sammlung antiker Artefakte aus der Region und ermöglichte mir einen tiefen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur von Thessaloniki. Nicht weit entfernt vom Archäologischen Museums konnte ich auch den Galeriusbogen sehen. Ein Ausflug außerhalb der Stadt führte mich zum Mediterranean Cosmos Einkaufszentrum. Nach einer Busfahrt zur Haltestelle in der Nähe von IKEA musste ich noch einen 20-minütigen Fußmarsch auf mich nehmen, um das Einkaufszentrum zu erreichen. Und zu guter Letzt unternahm ich einen Ausflug zum Strand Peraia, der etwa eine Stunde mit dem Bus von Thessaloniki entfernt liegt. Der Strand erstreckt sich über fast zwei Kilometer und ist gekennzeichnet mit der blauen Flagge, was auf seine Sauberkeit und Umweltfreundlichkeit hinweist. Peraia bot die perfekte Kombination aus Stadt- und Strandurlaub und ermöglichte mir, mich zu entspannen und das mediterrane Ambiente zu genießen.
Praktikum in der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer
Mein Praktikum fand in der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer statt, die sich in der Nähe meiner Unterkunft befand. Während meiner Zeit dort half ich hauptsächlich bei der Vorbereitung einer Fachkonferenz. Das Arbeitsklima war sehr angenehm und alle Mitarbeiter, einschließlich der anderen Praktikanten, waren sehr freundlich. Die Kollegin, mit der ich meinen Arbeitsplatz teilte, gab mir auch gute Empfehlungen für Aktivitäten, die ich in meiner Freizeit unternehmen konnte. Die Lage der Kammer war von vielen Cafés und Supermärkten umgeben, sodass ich eine große Auswahl hatte. Am Ende meines Praktikums fand eine Fachkonferenz statt und im Nachgang sind alle Praktikanten zusammen in ein kretisches Restaurant gegangen. Dabei konnte ich die interessante Küche kennenlernen, insbesondere die Schnecken als Delikatesse.
Das Praktikum hat mich auch über die vorherige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Griechenland informiert, die insbesondere die deutsche Wirtschaft geprägt hat. Die Hanse, eine genossenschaftliche Vereinigung deutscher Kaufleute, legte den Grundstein für die erste europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die von den 12. bis zum 17. Jahrhundert existierte und Niederlassungen in großen Teilen Europas hatte. Die Idee und der wirtschaftliche Erfolg der Hanse erlebten in der Europäischen Union eine Wiedergeburt, in der sie ihre Krönung erfahren sollte.



Fazit
Insgesamt war mein Aufenthalt in Thessaloniki geprägt von vielfältigen Ausflügen und Aktivitäten, die es mir ermöglichten, die Stadt und ihre Umgebung auf unterschiedliche Weise zu entdecken. So eine herzliche Stadt mit ihren Einwohnern. Es war eine bereichernde Erfahrung, die mich mit unvergesslichen Eindrücken und Erinnerungen zurückgelassen hat und ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, all diese Erfahrungen zu machen.
Ich hätte nichts an diese Reise bemängeln können bis auf die Zeit, die mir zu schnell vergangen ist.
Asisa A.
Barcelona (Spanien), Schuljahr 2023/24
Abseits des Praktikums konnte ich auch die spanische und katalanische Kultur besser kennen lernen. Ich habe an den Wochenenden unterschiedliche Städte besucht, wobei mir Barcelona mit seiner besonderen Straßen- und Häuserarchitektur am besten gefallen hat. Im kulinarischen Bereich konnte ich mich ebenfalls weiterentwickeln. Besonders gerne habe ich Tapas gegessen. Tapas sind kleine Teller mit unterschiedlichen Gerichten, die geteilt werden. Diese Gerichte können mit Fleisch, Fisch, Gemüse und allem Möglichem sein. Aber auch die Paellas waren sehr lecker. Das sind Reispfannen, hauptsächlich mit Meeresfrüchten. Ebenfalls habe ich viel über katalanische Feiertage gelernt wie den Saint Jordi, der dieses Jahr am 23.04.24 war.
An diesem Tag werden den Frauen Rosen und den Männern Bücher geschenkt. In den Städten werden sogenannte „Castells“ gebildet. Das sind menschliche Türme. Diese wurden damals gemacht, um Piraten frühzeitig sehen zu können. Mein Highlight war jedoch der Strand. Auch wenn während meiner Zeit das Wetter nicht so mitgespielt hat, waren die sonnigen Tage am Strand wunderschön. Mein Fazit zum Auslandspraktikum ist: es hat sich gelohnt. Auch wenn ich die Arbeit nicht so super fand. Abseits davon habe ich nämlich viele nette Leute kennengelernt, mich intensiver mit der spanischen bzw. katalanischen Kultur beschäftigt, viel über mich gelernt und meine Selbständigkeit verbessert. Deshalb kann ich nur jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen. Im Nachhinein kann ich jedem nur dazu raten, mit einem Freund oder einer Freundin das Praktikum zu machen, da ich glaube, dass es so mehr Spaß macht.
Tobias G.
Kopenhagen (Dänemark), Schuljahr 2025/26
Das war eine sehr interessante Aufgabe, die mir viel Spaß gemacht hat. Bei Dewa selbst gibt es nur vier Mitarbeitende. Da wir das Bürogebäude jedoch mit einem größeren Unternehmen geteilt haben, war immer etwas los und man kam täglich auch mit anderen Menschen ins Gespräch. Das Arbeitsklima war sehr angenehm, die Arbeitssprache überwiegend Englisch. Nur mein Chef konnte zusätzlich Deutsch sprechen.
Ein besonderes Highlight war, dass ich in der ersten Woche mit meinem Chef für einen Tag nach Stockholm geflogen bin, wo er eine Rede gehalten hat. Noch am selben Tag sind wir weiter nach Manchester gereist, wo wir drei Tage in einem Fünf-Sterne-Hotel verbracht haben. Diese Tage gehörten zu den besten meines Lebens, da ich neben vielen schönen Erlebnissen auch unglaublich viel Wissen mitnehmen konnte.
Auch in meiner Freizeit ist in Kopenhagen keine Langeweile aufgekommen, ganz im Gegenteil. Ich war im Stadion des FC Kopenhagen, habe den Tivoli besucht – einen der ältesten Freizeitparks Europas – und sehr viel besichtigt. Am letzten Wochenende war es sogar über 20 Grad warm, sodass ich es mir nicht nehmen ließ, ins Meer zu gehen. Das ist im April in Skandinavien definitiv keine Selbstverständlichkeit. Insgesamt hatte ich eine perfekte Mischung aus Stadtleben, Natur und neuen Erlebnissen und habe die Zeit nach Feierabend wirklich in vollen Zügen genossen.
Aus diesen drei Wochen nehme ich enorm viel mit – sowohl praktisches Wissen über die Geschäftswelt als auch persönliche Erfahrungen. Das Praktikum hat in mir den Ehrgeiz geweckt, meine Schulzeit erfolgreich abzuschließen und im Anschluss ein gutes Studium zu absolvieren. Wenn ich könnte, würde ich sogar noch länger in Kopenhagen bleiben, so sehr hat es mir dort gefallen. Ich bin der Schule sehr dankbar dafür, dass sie mir diese Erfahrung ermöglicht hat. Ohne dieses Praktikum hätte ich diese Einblicke in die Arbeitswelt und in ein anderes Land wahrscheinlich nicht so schnell bekommen.
Harun M.
Madrid (Spanien) I, Schuljahr 2025/26
Ankunft, Unterkunft und erste Eindrücke
Unsere Reise startet am 11.04.2026 um 05:00 Uhr in der Früh am Münchner Flughafen. Noch ein bisschen müde und voller Aufregung geht das Abenteuer nach Madrid los. Nach knapp drei Stunden Flug kommen wir am Madrider Flughafen an. Nach der ersten Fahrt mit der Metro, bei der es ein paar Schwierigkeiten gab, die passenden Tickets zu kaufen, kommen wir mit zwei großen Koffern in unserem Airbnb in Usera an, richten uns gemütlich ein und gehen danach „traditionell spanisch“ bei Lidl einkaufen.
Am nächsten Tag, also am Sonntag, besuchen wir gleich in der Früh den großen und bekannten Rastro Market, wo wir ein österreichisches Mädchen kennenlernen, mit dem wir uns gleich anfreunden. Nach unserem erfolgreichen Besuch auf dem Rastro Market ging es dann so richtig mit dem Sightseeing los. Wobei man sagen muss, dass wir die meisten Sehenswürdigkeiten nur durch Zufall gefunden haben. So auch den „Palacio Real“, den wir nur entdeckt haben, weil wir eine Toilette gesucht haben.
Aller Anfang ist schwer – aber zusammen haben wir es gut hinbekommen
Am Montag, den 13.04.2026, beginnt unser erster Praktikumstag. Mit offenen Armen wurden wir von Merce, Susanna und Serjio, unserem zuständigen Erasmus-Betreuer, empfangen. Und das Wort wörtlich. Sie haben uns direkt mit einem Küsschen rechts und einem Küsschen links begrüßt, wodurch wir schon gleich den ersten kulturellen Unterschied zu Deutschland bemerkt haben. Trotz der Sprachbarriere konnten wir uns gut verständigen, was auch an ihrer verständnisvollen Art lag.
Zuerst wurde uns von Maria, unserer Betreuerin vom Plan Comunitario, der Plan für die kommenden Wochen vorgestellt. Unsere Aufgaben bestanden darin, Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren an Grundschulen und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren in Jugendzentren spielerisch Englisch beizubringen. Damit haben wir auch gleich am ersten Tag in der Grundschule „Republica Dominicana“ begonnen.
Am Anfang waren wir noch ziemlich planlos und haben das meiste improvisiert. Im Laufe der Zeit haben wir aber den Dreh herausbekommen und konnten mit Spaß die Unterrichtsstunden für die Kinder und Jugendlichen planen und halten.
Praktikum beim Plan Comunitario
Unser Praktikum startete jeden Tag von 14 bis 16 Uhr mit der Vorbereitung auf die darauffolgenden zwei Stunden in den verschiedenen Institutionen. Unser Ziel war es, jede Unterrichtsstunde mit neuen und spannenden Spielen zu gestalten, um den Kindern bestmöglich die englische Sprache beizubringen.
Montags waren wir immer bei der Grundschule Republica Dominicana in Carabanchel Alto.
Dienstags und donnerstags waren wir im Centro de Juvenil, einem Jugendzentrum ebenfalls in Carabanchel Alto. Mittwochs waren wir in der CEIP Haiti Grundschule und freitags haben wir mit Gleichaltrigen in der Bibliothek „Luis Rosales“ spanische Gesellschaftsspiele gespielt. Das war sehr lustig, da wir ihnen Englisch beigebracht haben, während sie uns dafür ein bisschen Spanisch beigebracht haben.
Zudem durften wir zweimal, um unsere Spanischkenntnisse zu verbessern, an unterschiedlichen Vorlesungen in der Bibliothek „Luis Rosales“ teilnehmen. In der ersten Vorlesung wurde uns ein Spiel vorgestellt, das eine Mitarbeiterin unserer Praktikumsstelle selbst mitgestaltet hat. In der zweiten Vorlesung ging es um etwas komplett anderes. Uns wurde erklärt, wie wir unsere eigene individuelle Geschichte erzählen können. Leider haben wir erst im Nachhinein vollständig verstanden, worum es genau ging, da die Vorlesung auf einem für uns sehr anspruchsvollen Spanischniveau gehalten wurde.
Freizeit
In unserer Freizeit, die dank der tollen Praktikumsstelle sehr großzügig gestaltet war, haben wir sehr viele Sachen gesehen, wie zum Beispiel die Plaza Mayor sowie die „Gran Vía“, eine sehr große Shoppingmeile, die durch die großen Werbetafeln an den Gebäuden an den Times Square erinnert.
Außerdem waren wir mehrmals im Retiro-Park zum Frühstücken, was sehr schön, idyllisch und ruhig war, fast wie in einem Traum. Um die freie Zeit vor dem Praktikum auszunutzen, haben wir uns außerdem die verschiedensten Stadtviertel in Madrid angeschaut, wie zum Beispiel La Latina, was uns sehr gut gefallen hat.
Auch sportlich haben wir uns betätigt. Mehrmals waren wir bei uns in Usera an dem nahe gelegenen Fluss „Manzanares“ joggen.
Außerdem waren wir mit unseren spanischen Freunden, die wir beim Spielenachmittag im Jugendzentrum kennengelernt haben, im Freizeitpark „Parque de Atracciones“ und im großen Einkaufszentrum „Islazul“, was sehr empfehlenswert ist. Auch mit unserer österreichischen Freundin Paulina haben wir uns abends zum Abendessen und einmal zum Frühstücken in der Nähe des Rastro Market getroffen.
Feedback
Zusammen finden wir, dass es eine unvergessliche Zeit war. Wir sind super froh, dass wir uns für das Auslandspraktikum entschieden haben. Eine Erfahrung in unserem Leben die wir nie vergessen werden!!!
Theresa L. und Sophie M.
Madrid (Spanien) II, Schuljahr 2025/26
„Die Welt ist ein Buch, wer nicht reist, liest nur eine Seite.“ – Agustín de Hipona
Am 03.05.2026 begann unser dreiwöchiger Aufenthalt in Madrid. Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug und dauerte etwa drei Stunden. Der Flug verlief angenehm und ohne Probleme, sodass wir entspannt in der spanischen Hauptstadt ankamen und uns auf die bevorstehenden Wochen freuen konnten.
Während unseres Aufenthalts wohnten wir in einem Airbnb außerhalb der typischen Touristenzonen, im sogenannten Chinatown-Viertel von Madrid. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, den Alltag der Einheimischen hautnah kennenzulernen. Die Menschen vor Ort waren sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Die Lage der Unterkunft war ideal, da sowohl unser Praktikumsplatz als auch die Innenstadt durch die gute Verbindung von Bus und Metro schnell erreichbar waren. Das Airbnb verfügte über eine Küche, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, ein Badezimmer, einen kleinen Balkon sowie eine Waschmaschine. Die Wohnung war gemütlich eingerichtet, und unsere Vermieter waren sehr freundlich und zuvorkommend.
Unsere ersten Eindrücke von Madrid waren durchweg positiv. Am Tag der Anreise herrschte gutes Wetter, allerdings waren die ersten beiden Wochen überwiegend regnerisch oder bewölkt. In der dritten Woche zeigte sich Madrid dann von seiner schönsten Seite mit viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Die Stadt wirkte auf uns sehr lebendig, offen und kulturell vielfältig. Besonders auffällig war die große Anzahl junger Menschen und Studierender, was Madrid zu einer sehr lebendigen Studentenstadt macht. Einen besonders interessanten Einblick in die spanische Kultur erhielten wir durch das Volksfest San Isidro. Dieses Fest wird jedes Jahr zu Ehren des Schutzpatrons von Madrid gefeiert und gehört zu den wichtigsten Traditionen der Stadt. Dabei tragen viele Menschen traditionelle Kleidung, genießen regionale Spezialitäten und nehmen an Konzerten sowie verschiedenen Festlichkeiten teil. Der öffentliche Nahverkehr war insgesamt gut organisiert und bot mit Metro und Bussen eine ausgezeichnete Infrastruktur, auch wenn die Verkehrsmittel häufig sehr voll waren.
Unser Praktikum absolvierten wir bei Plan Comunitario. In der ersten Hälfte unseres Aufenthalts planten wir verschiedene Kurse und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis siebzehn Jahren. Dabei mussten die Angebote an die jeweiligen Altersgruppen angepasst und detailliert vorbereitet werden. Wir arbeiteten täglich sieben Stunden und wurden von unseren Kolleginnen jederzeit unterstützt. Besonders spannend war die Mitwirkung bei der Organisation des Urban Fest Madrid. Dort halfen wir beim Aufbau verschiedener Stände, lernten viele neue Menschen kennen und konnten aktiv zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.
Während des Praktikums konnten wir wichtige Erfahrungen sammeln. Vor allem lernten wir, wie man mit unterschiedlichen Altersgruppen kommuniziert und Aktivitäten so gestaltet, dass alle teilnehmen können und Spaß haben. Außerdem verbesserten wir unsere Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten erheblich.
Auch in unserer Freizeit konnten wir viele Eindrücke sammeln. Gemeinsam mit der Partnerorganisation Europa Joven nahmen wir an einem Picknick mit anderen europäischen Organisationen teil. Zudem beteiligten wir uns am Europatandem-Projekt, bei dem wir den Deutschland-Tisch betreuten und den Teilnehmenden die deutsche Sprache sowie interessante Fakten über Deutschland näherbrachten.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die wir besuchten, gehörten die Plaza Mayor, die Puerta del Sol, der Retiro-Park, das Viertel La Latina, Salamanca, Chueca, der Tempel von Debod, Malasaña, die Gran Vía sowie der Königspalast. Darüber hinaus besichtigten wir das Nationalmuseum von Madrid, nahmen an einer Bachata-Stunde teil und besuchten das Volksfest San Isidro, bei dem wir Fahrgeschäfte ausprobierten und traditionelle Süßigkeiten sowie regionale Spezialitäten probierten. Auch nächtliche Spaziergänge durch die Stadt gehörten zu unseren schönsten Erlebnissen. Kulinarisch entdeckten wir zahlreiche bekannte Foodspots wie Tacos al Pastor, Swiss Butter, 99 Cheesecake, die Crumble Cookie Bäckerei sowie die Märkte Mercado de San Miguel und Mercado Antón Martín. Lediglich unsere erste Erfahrung mit spanischem Döner konnte uns nicht überzeugen.
Rückblickend sind die drei Wochen wie im Flug vergangen. Der Aufenthalt in Madrid war für uns ein unvergessliches und einzigartiges Erlebnis, das wir jederzeit weiterempfehlen würden. Wir sind selbstständiger geworden, konnten unsere Kommunikationsfähigkeiten unter Beweis stellen und viele neue Erfahrungen sammeln. Mit der Zeit wurde Madrid für uns zu einem zweiten Zuhause. Besonders gelernt haben wir, die Welt mit Offenheit, Spontanität und einer positiven Einstellung wahrzunehmen. Die Erinnerungen an diese Zeit werden uns noch lange begleiten.
Anschäly P-Q. und Efe O.
Bologna (Italien), Schuljahr 2025/26
Im Rahmen meines dreiwöchigen Auslandspraktikums war ich in Bologna und habe dort in der Hauptbackstube einer Bäckereikette gearbeitet. Untergebracht war ich während dieser Zeit in einer privaten Unterkunft, was das Ganze noch persönlicher und authentischer gemacht hat.
Meine Arbeit fand größtenteils in der Backstube und in der Küche statt. Ein typischer Arbeitstag begann für mich gegen 9 Uhr. Nach dem Umziehen habe ich oft direkt mit den Crackern angefangen: Teig ausrollen, mit Öl bestreichen, salzen und schneiden. Anschließend wurden Croissants oder Zimtschnecken gemacht. Danach wurde gemeinsam aufgeräumt, bevor ich in die Küche gewechselt bin. Dort habe ich je nach Bedarf verschiedene Aufgaben übernommen, zum Beispiel Gemüse schneiden oder Cookies backen. Mittags konnte ich einfach das essen, was gerade in der Küche oder Backstube zubereitet wurde, was ich sehr angenehm fand. Am Nachmittag war ich teilweise im Büro und habe dort kleinere Verwaltungsaufgaben übernommen oder an meinem Praktikumsbericht gearbeitet.
Besonders spannend war für mich, dass ich zum ersten Mal einen großen Brotofen bedienen durfte. Neben der praktischen Arbeit war ich auch bei einem Meeting in den Bergen bei Monghidoro dabei, bei dem ein Event in Zusammenarbeit mit Künstlern geplant wurde. Dort konnte ich sogar eine eigene Idee einbringen, die anschließend umgesetzt wurde.
Die Kommunikation im Betrieb erfolgte auf Italienisch. Auch wenn ich die Sprache selbst nicht spreche, konnte ich mich dennoch gut zurechtfinden. Einige Mitarbeitende sprachen Englisch, und insgesamt wurde viel Rücksicht genommen, sodass die Verständigung meist auch ohne perfekte Sprachkenntnisse funktionierte. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass man sich auch ohne eine gemeinsame Sprache verständigen kann, wenn alle Beteiligten offen und bemüht sind.
Neben der Arbeit hatte ich genug Zeit, die Umgebung zu erkunden. Bologna selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Stadt ist bekannt für ihre roten Gebäude und ihre lebendige Atmosphäre. Am Wochenende habe ich einen Ausflug nach Venedig unternommen und an einem Feiertag alleine einen Ausflug nach Brisighella gemacht. Diese Ausflüge haben meinen Aufenthalt noch abwechslungsreicher und erlebnisreicher gemacht.
Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Manche Aufgaben waren ziemlich eintönig und haben viel Geduld erfordert. Vor allem das Schneiden großer Mengen Zwiebeln war anstrengend. Meine Augen haben dabei regelmäßig gebrannt und getränt. Trotzdem habe ich gelernt, auch solche Aufgaben durchzuziehen und mich davon nicht frustrieren zu lassen.
Insgesamt war das Auslandspraktikum eine sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe nicht nur praktische Dinge gelernt, sondern auch persönlich viel mitgenommen. Vor allem habe ich gemerkt, dass es gar nicht so beängstigend ist, in einem fremden Land zu sein, auch wenn man die Sprache nicht richtig spricht. Ich würde ein solches Praktikum auf jeden Fall weiterempfehlen, weil man dabei nicht nur neue Arbeitsweisen, sondern auch neue Kulturen kennenlernt. Für mich war es eine Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde.
Claudia L.

