Genau vor diesem Problem steht die Protagonistin Sasha, die plötzlich mit einer riesigen Summe „Asche“ auf dem Konto ihr Leben weiterführen muss. Doch so einfach ist dieser plötzliche Klassenaufstieg in den „merzischen“ gehobenen Mittelstand nicht.
Ganz anders, als man es von einem klassisch schulorganisierten Theaterbesuch vielleicht erwartet, ist dieses Stück wirklich amüsant. Teilweise lustig aber vor allem relevant. Endlich werden Themen angesprochen, die meines Erachtens einen viel größeren Diskurs verlangen: Hat man moralische Pflichten, wenn man solche Mengen an Geld besitzt? Wie viel davon sollte an die Allgemeinheit gehen? Ist man überhaupt berechtigt, solche Summen einfach aus heiterem Himmel zu erhalten?
Die schauspielerische Leistung war bemerkenswert gut, wobei besonders Hardy Punzel mit einer unheimlich guten „Alman-Performance“ auffiel. Der ganzen Klasse hat es „besser als gedacht“ gefallen. Nur weil sich Theater im ersten Moment nach Shakespeare anhört, sollte diese Kunstform keineswegs gemieden werden.
Text: Robin Olbrich


